Mikes Geschichte

Ohne das Internet ist heutzutage vieles nicht mehr vorstellbar. So kann man inzwischen nicht nur Kleidung bestellen, die Wetterprognose lesen oder sich einfach informieren. Nein, heute sieht man sich Videos an und teilt sein Leben online in sozialen Netzwerken. Daher möchte ich diese Webseite nutzen, um über meinen Sohn Mike, sowie aus seinem Leben berichten.

Mike war ein Wunschkind. Alles war gut, er sollte auch Zuhause zur Welt kommen. Er kam etwas früher wie errechnet, aber als Hausgeburt. Er war kerngesund.
Bis zum Alter von 4 ½ Monaten verlief alles so wie es sein sollte. Mike war ein fröhliches Baby

Dann kam der verhängnisvolle Tag der alles in unserem Leben verändern sollte. Mike hatte am Abend leichtes Fieber. Es war Wochenende, wir fuhren in die Kinderambulanz der Klinik. Seine eigentliche Ärztin hatte Urlaub, so war es ein Vertretungsarzt. Er untersuchte ihn, so wie es immer ist und sagte uns. Mike hätte nichts Besorgnis erregendes, würde vieleicht eine Erkältung bekommen.
Wieder Zuhause, Mikes Situation wurde immer schlimmer, das Fieber stieg und er war völlig apathisch. Wieder in die Klinik und wieder dieselbe Auskunft und homöopathische Fiebertropfen die nichts änderten. Im Gegenteil, es wurde immer dramatischer, denn er reagierte überhaupt nicht mehr auf Ansprache und schlief auch nicht mehr. Lag in seinem Bettchen mit geöffneten Augen und völlig apathisch. Spätestens da hätte der Arzt reagieren müssen. Aber er tat es nicht. Spielte alles runter, ignorierte alles was wir sagten und schickte uns weg.
Am dritten Tag gegen 18.00 Uhr bekam Mike einen Krampfanfall. Notarzt, Blaulicht und Sirene und ab in die nächste Kinderklinik.

Das Ergebnis war, er war fünf Wochen mit mir gemeinsam in der Klinik und hatte eine Gehirnentzündung verursacht durch einen Virus. Der Virus drang über die Nervenbahnen ins Gehirn ein und richtete dort erheblichen Schaden an.
Hätte dieser Arzt genauer geschaut und auf das gehört was wir sagten, hätte man früher handeln können und es wäre alles gut ausgegangen. So aber sagte man uns dass Mike nach weiteren fünf-sechs Tagen wahrscheinlich gestorben wäre. Er wurde nach 5 Wochen als quirliges kleines Baby entlassen. Optisch hat man nicht erkennen können das MIke solch eine schwere Behinderung hatte wie es sich im Laufe der Jahre herausstellte. Man sah es ihm lange nicht an.

Aber ohne diese ganzen Therapien die Mike bis heute immer wieder durchläuft, wäre er viel schlimmer dran. Seine Situation hat sich besonders durch die Erfahrung mit den Delfinen verändert.
Im Alter von 9 Monaten bekam er noch eine Epilepsie die auf die Gehirnentzündung zurück zu führen war. Trotz Medikamente war es nicht ein zu stellen. Mike hat zwar keine Grand mal Anfälle aber das was er hatte reichte. Diese traten tagsüber wie auch in der Nacht auf. Es waren je nach Verfassung 20 bis 30 pro Tag. Also nicht gerade wenig und das Kind konnte zu jedem Zeitpunkt stürzen, man wusste ja nie wann solch ein Anfall aufkam. Mikes motorische Defizite sind das Ergebnis einer Epilepsie Operation. Auch in dieser lief nicht alles so wie es sein sollte. Mike hatte in der Op einen kleinen Hirninfakt daher die Beeinträchtigung der linken Seite. Es reichte ja noch nicht was er bis zu diesem Zeitpunkt ertragen musste.. .

Seine heutige Situation ist das Mike viel versteht, aber kann sich nicht mitteilen, da er nicht in der Lage ist zu sprechen, er hat Epilepsie und motorische Einschränkungen, Dazu kommt das Mike seit dem 12. ten Lebensjahr Autoaggressionen zeigt. Lange wussten wir nicht warum er dieses tut. Wir ermöglichem ihm doch vieles und lieben unser Kind. Aber mit der Zeit erkennen wir die vielfältigen Gründe. Er versteht kann sich aber nicht mitteilen, er spürt sich nicht (eigenen Körperwahrnehmung). So setzt er sich durch das sich selbst schlagen Reize um sich zu spüren. Aber auch ein wenig Provokation ist dabei, nachdem Mike gemerkt hat wie wir reagieren. Er setzt es natürlich dafür ein wenn etwas nicht nach seinem Willen geschieht, oder er etwas erreichen möchte. Also grinst er dich schelmisch an und fängt damit an zu provozieren indem er es leicht andeutet.

 

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